Die Farbe des Himmels | die Farbe des Meeres

Lieblingsfarbe

Sympathie | Phantasie | Harmonie

 

 

Blau machen: Im Mittelalter arbeiteten die Blaufärber im Freien. Bei schönem Wetter gab es reichlich zu trinken. Immer wenn die Färber montags betrunken in der Sonne lagen, um auf das Färbeergebnis zu warten, wusste jeder, dass blau gefärbt wurde: Die Gesellen „machten blau“.

In vielen Flaggen ist blau enthalten, so auch in der französischen Trikolore. Hier steht das Blau für Freiheit.

Ab dem 16. Jahrhundert etwa konnten Stoffe dank des aus Indien eigeführten Farbstoffs Indigo blau gefärbt werden (übrigens auch die „Blue Jeans“ ab 1873). Dabei nahmen sie zunächst die gelbgrüne Tönung der Farbbrühe (Küpe) an, an der Luft wurden sie dann, nach kurzer Zeit, tiefblau.
Dies war den Menschen damals unheimlich und so wurde die Blaufärber-Zunft in die Nähe der Hexerei gerückt. Im Volksmund blieb der Ausdruck: Da erlebt man sein blaues Wunder!

Im 18. Jahrhundert wurden königliche Anordnungen blickdicht in blauen Umschlägen versandt. Damit lösten die blauen Briefe schon damals Entsetzen aus.

Der Ausspruch „von blauem Blut sein“ – also von adliger Herkunft – ist symbolischer Art. Adlige, die nicht im Freien arbeiten mussten, waren blasshäutig. Durch die ungebräunte Haut schimmerte das Blut bläulich.

Wasser ist das blaue Gold – vielleicht einer der wichtigsten Rohstoffe der Zukunft.

 

Schuss ins Blaue…   Mit einem blauen Auge davon kommen…   Blauer Fleck…   das Blaue vom Himmel lügen…   Blaue Stunde…   Out of the blue…